Schwerpunktbehandlung in Düsseldorf

Radiosynoviorthese: Behandlung der entzündeten Gelenkinnenhaut

Die RSO ist eine ambulante nuklearmedizinische Gelenkbehandlung. Sie kommt nach ärztlicher Prüfung bei einer nachgewiesenen, anhaltenden Entzündung der Gelenkinnenhaut in Betracht.

Voruntersuchung, Therapieentscheidung, Behandlung und Nachsorge aus einer fachlichen Hand.

Abstrakte medizinische Darstellung einer lokal behandelten Gelenkinnenhaut
RSO ist eine BehandlungDie Drei-Phasen-Skelettszintigraphie ist die erforderliche diagnostische Voruntersuchung.
Ambulante Behandlung

Das Arzneimittel wird direkt in das betroffene Gelenk eingebracht.

Individuell geplant

Gelenk und Befund bestimmen Auswahl und Bestellung des Präparats.

72 Stunden

Das behandelte Gelenk wird anschließend konsequent ruhiggestellt und gekühlt.

Direkt erklärt

Was geschieht bei einer RSO?

Bei einer Synovitis ist die Gelenkinnenhaut anhaltend entzündet. Die Radiosynoviorthese soll die Entzündungsaktivität innerhalb des behandelten Gelenks verringern.

Die Behandlung ist nicht auf ein bestimmtes Gelenk beschränkt. Abhängig vom Befund können große, mittelgroße und kleine Gelenke behandelt werden.

Dazu wird eine kleine Menge eines radioaktiven Arzneimittels in den Gelenkraum eingebracht. Die Reichweite der verwendeten Strahlung im Gewebe ist gering und die Wirkung weitgehend auf das behandelte Gelenk begrenzt. Welches Präparat eingesetzt wird, richtet sich nach der Größe des Gelenks: Yttrium wird beispielsweise für große Gelenke, Rhenium für mittelgroße und Erbium für kleine Gelenke verwendet.

Die RSO kann unter anderem bei einer nachgewiesenen aktiven Synovitis im Rahmen einer rheumatoiden Arthritis oder Psoriasis-Arthritis sowie bei chronischen Entzündungen nach Verletzungen beziehungsweise Operationen erwogen werden. Diese Beispiele ersetzen keine Indikationsprüfung. Ob die Behandlung im persönlichen Fall geeignet ist, entscheidet Stefan Koenig anhand der Voruntersuchung, vorhandener Befunde und des ärztlichen Gesprächs.

Voraussetzung

Die Voruntersuchung klärt die Therapieentscheidung

Vor einer Radiosynoviorthese ist eine Drei-Phasen- beziehungsweise Mehrphasen-Skelettszintigraphie erforderlich. Früh- und Spätaufnahmen bilden unterschiedliche zeitliche Phasen ab und helfen dabei, aktive entzündliche Veränderungen einzuordnen.

Erst wenn alle entscheidenden Informationen vorliegen, wird mit Ihnen besprochen, ob eine RSO infrage kommt und welche Gelenke behandelt werden sollen. Das ist auch für die Arzneimittelbestellung wichtig: Das Präparat wird speziell für die vorgesehenen Gelenke und den vereinbarten Behandlungstag hergestellt. Am Behandlungstag können die geplanten Gelenke deshalb nicht spontan geändert werden.

Knochenszintigraphie verstehen
Vorbereitung

Wichtige Punkte vor dem Behandlungstag

Bitte klären Sie Medikamente und Gerinnung frühzeitig. Eigenständige Änderungen können erhebliche Risiken verursachen.

Blutverdünner niemals selbst absetzen

Setzen oder pausieren Sie gerinnungshemmende Medikamente nur nach ausdrücklicher Abstimmung mit der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt. Informieren Sie uns bereits vor dem Termin über alle entsprechenden Arzneimittel.

Bei direkten oralen Antikoagulanzien kann eine Pause am Vortag erforderlich sein – aber ausschließlich, wenn dies ausdrücklich ärztlich vereinbart wurde. Länger wirkende Blutverdünner dürfen ebenfalls nur in Abstimmung mit der verordnenden Hausarzt- oder Facharztpraxis pausiert oder umgestellt werden.

Gerinnung, Haut und Unterlagen

  • Bringen Sie eine aktuelle Gerinnungskontrolle mit INR-/Quick-Wert mit, sofern dies mit Ihnen vereinbart wurde.
  • Im Bereich des zu behandelnden Gelenks dürfen keine offenen oder entzündeten Hautstellen bestehen.
  • Bringen Sie die vereinbarten Befunde, eine Medikamentenliste, Überweisung und Krankenversicherungskarte mit.
  • Planen Sie bereits vorab eine Begleitperson, ein Taxi oder die Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Fehlt ein notwendiger Gerinnungsnachweis oder besteht ein Sicherheitsrisiko, kann die Behandlung verschoben werden.

Behandlungstag

Die RSO Schritt für Schritt

  1. Desinfektion

    Die Haut über dem Gelenk wird sorgfältig desinfiziert.

  2. Punktion und Lagekontrolle

    Das Gelenk wird punktiert und die Lage der Punktionskanüle kontrolliert.

  3. Ergussentlastung und Injektion

    Vorhandene Gelenkflüssigkeit wird abgesaugt. Danach wird das nuklearmedizinische Arzneimittel unter Röntgenkontrolle in das Gelenk eingebracht.

  4. Verband und Verteilungskontrolle

    Die Punktionsstelle wird versorgt, das Gelenk verbunden und ruhiggestellt. Eine abschließende Verteilungsszintigraphie dokumentiert die Lage des Arzneimittels.

Nach der RSO

Ruhigstellung und Nachsorge schützen das Behandlungs­ergebnis

01

Verband und Kühlung

Der unmittelbar nach der Behandlung angelegte Verband stellt das behandelte Gelenk für 72 Stunden ruhig. Lassen Sie den Verband drei Tage bestehen und kühlen Sie den behandelten Bereich regelmäßig, sofern Sie keine abweichende Anweisung erhalten.

02

Belastung in den folgenden Wochen

Verzichten Sie sechs Wochen auf Sport und stärkere körperliche Belastungen. Welche Belastungen im Alltag und Beruf in diesem Zeitraum möglich sind, richtet sich nach dem behandelten Gelenk und Ihrer persönlichen Situation. Beachten Sie hierzu die individuellen Hinweise der Praxis.

03

Kontrolltermin einhalten

Der Kontrolltermin ist für die Beurteilung des Therapieerfolgs sehr wichtig. Er wird unmittelbar nach Abschluss der Therapie mit Ihnen vereinbart und sollte unbedingt eingehalten werden.

Individuelle Anweisung hat Vorrang

Die genannten Zeiträume geben den allgemeinen Praxisablauf wieder. Wenn Sie am Behandlungstag eine abweichende persönliche Anweisung erhalten, befolgen Sie diese.

Arbeit und Alltag

Krankschreibung nach der Radiosynoviorthese

Ob nach der Therapie eine Krankschreibung erforderlich ist und wie lange sie dauern sollte, hängt von Ihrer persönlichen Situation und insbesondere von Ihrer beruflichen Tätigkeit ab.

Dies wird bereits bei der Besprechung der Knochenszintigraphie-Aufnahmen gemeinsam mit der geplanten Therapie, ihrem Ablauf und den anschließenden Verhaltenshinweisen mit Ihnen geklärt. So können Sie Ihren Arbeitgeber frühzeitig darüber informieren, ab wann und voraussichtlich wie lange Sie nicht arbeiten können.

Wirkung & Sicherheit

Was nach der Behandlung möglich ist

Die Wirkung der RSO tritt nicht sofort vollständig ein. Sie entwickelt sich schrittweise und kann sich über bis zu etwa sechs Wochen aufbauen. Ein Kontrolltermin zur Beurteilung des Therapieerfolgs ist sehr wichtig und sollte unbedingt eingehalten werden. Der Termin wird unmittelbar nach Abschluss der Therapie mit Ihnen vereinbart.

Vorübergehend können Druckgefühl, Reizung, leichte Schmerzen oder ein reaktiver Gelenkerguss auftreten. Zu den seltenen Risiken gehören Gewebeschäden entlang des Stichkanals, der Transport geringer Substanzmengen in nahe Lymphknoten und – wie bei jeder Gelenkpunktion – eine bakterielle Infektion trotz sorgfältiger steriler Durchführung.

Die Strahlenwirkung ist nach den Praxisinformationen nahezu vollständig auf das behandelte Gelenk begrenzt, da die verwendeten Substanzen im Gewebe nur wenige Millimeter weit reichen. Ihre persönliche Situation, mögliche Risiken und Fragen zur Strahlenexposition werden vor der Behandlung ärztlich mit Ihnen besprochen.

Passende Unterlagen

Alle Unterlagen für die Radiosynoviorthese

Hier finden Sie die allgemeinen Basisformulare, die RSO-Unterlagen und die Information zur erforderlichen Voruntersuchung vollständig auf Deutsch und Englisch.

Deutsch

6 Dokumente
  • Anamnesebogen Nuklearmedizin

    Allgemeine medizinische Angaben für nuklearmedizinische Termine

    Digital ausfüllbar 2 Seiten PDF · 192,5 KB

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  • Einwilligung zur Befundübermittlung

    Einwilligung für die vereinbarte Weitergabe medizinischer Befunde

    Digital ausfüllbar 1 Seite PDF · 143,6 KB

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  • Fragebogen zur Radiosynoviorthese

    Medizinische Angaben zur Vorbereitung der RSO-Behandlung

    Digital ausfüllbar 2 Seiten PDF · 178,3 KB

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  • Patienteninformation und Einwilligung zur Radiosynoviorthese

    Ausfüllbare Information und Einwilligung für die Gelenkbehandlung

    Digital ausfüllbar 2 Seiten PDF · 162,1 KB

    PDF öffnen
  • Ausführliche Patienteninformation zur Radiosynoviorthese

    Vorbereitung, Behandlung, Sicherheit und Nachsorge der RSO

    Information 3 Seiten PDF · 168,9 KB

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  • Patienteninformation zur Ganzkörperszintigraphie

    Ablauf der Knochen- beziehungsweise Mehrphasen-Skelettszintigraphie

    Information 1 Seite PDF · 141,7 KB

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English

6 documents
  • Nuclear Medicine Patient History

    General medical information for nuclear medicine appointments

    Digitally fillable 2 pages PDF · 188,5 KB

    Open PDF
  • Consent to Forward Medical Results

    Consent for the agreed forwarding of medical reports

    Digitally fillable 1 page PDF · 140,1 KB

    Open PDF
  • Radiosynoviorthesis Questionnaire

    Medical information in preparation for RSO treatment

    Digitally fillable 2 pages PDF · 172,8 KB

    Open PDF
  • Patient Information and Consent for Radiosynoviorthesis

    Fillable information and consent for joint treatment

    Digitally fillable 2 pages PDF · 158,3 KB

    Open PDF
  • Complete Patient Information on Radiosynoviorthesis

    Preparation, treatment, safety and follow-up

    Information 3 pages PDF · 165,1 KB

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  • Patient Information on Whole-body Scintigraphy

    Process with early images, waiting period and late images

    Information 1 page PDF · 139,8 KB

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Häufige Fragen

Antworten zur Radiosynoviorthese

Was ist eine Radiosynoviorthese?

Die Radiosynoviorthese, kurz RSO, ist eine ambulante nuklearmedizinische Behandlung einer chronisch entzündeten Gelenkinnenhaut. Ein für das jeweilige Gelenk ausgewähltes radioaktives Arzneimittel wird direkt in den Gelenkraum eingebracht.

Welche Voruntersuchung ist erforderlich?

Vor der Behandlung ist eine Drei-Phasen-Skelettszintigraphie erforderlich. Sie unterstützt die Beurteilung der Entzündungsaktivität. Die endgültige Therapieentscheidung wird individuell ärztlich getroffen.

Darf ich Blutverdünner selbst pausieren?

Nein. Gerinnungshemmende Medikamente dürfen niemals eigenständig abgesetzt oder pausiert werden. Informieren Sie die Praxis frühzeitig und stimmen Sie jede Änderung ausdrücklich mit der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt ab.

Wie lange muss das Gelenk ruhiggestellt werden?

Das behandelte Gelenk wird unmittelbar nach der Behandlung durch den angelegten Verband für 72 Stunden ruhiggestellt. Belassen Sie den Verband in der Regel drei Tage und kühlen Sie den behandelten Bereich regelmäßig, sofern Sie keine andere individuelle Anweisung erhalten.

Können mehrere Gelenke am selben Tag behandelt werden?

Ja. Liegen die Gelenke an derselben Extremität, können mehrere in einer Sitzung behandelt werden – zum Beispiel mehrere Fingergelenke derselben Hand oder mehrere Zehengelenke desselben Fußes. Sollen dagegen beide Hände, beide Füße oder Gelenke an unterschiedlichen Extremitäten behandelt werden, erfolgen die Behandlungen zeitlich versetzt. So bleibt die Einschränkung im Alltag während der 72-stündigen Ruhigstellung möglichst gering. Welche Gelenke gemeinsam behandelt werden können, wird individuell geplant.

Darf ich nach der Behandlung selbst Auto fahren?

Nein. Organisieren Sie für den Rückweg eine Begleitperson oder nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel beziehungsweise ein Taxi.

Wann kann sich die Wirkung entwickeln?

Die Wirkung entwickelt sich schrittweise und kann sich über einen Zeitraum von bis zu etwa sechs Wochen aufbauen. Der Kontrolltermin zur Beurteilung des Therapieerfolgs ist sehr wichtig und wird unmittelbar nach Abschluss der Therapie mit Ihnen vereinbart.

Ist nach der RSO eine Krankschreibung notwendig?

Ob eine Krankschreibung erforderlich ist und wie lange sie dauern sollte, hängt von Ihrer persönlichen Situation und Ihrer beruflichen Tätigkeit ab. Dies wird bereits bei der Besprechung der Knochenszintigraphie-Aufnahmen und der geplanten Therapie mit Ihnen geklärt.

Warum muss ein RSO-Termin früh abgesagt werden?

Das Arzneimittel wird individuell für die vorgesehenen Gelenke und den Behandlungstermin bestellt und ist nur kurz haltbar. Wenn Sie den Termin nicht wahrnehmen können, sagen Sie bitte spätestens zehn Tage vorher ab.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Vorübergehend sind Druckgefühl, Reizung, leichte Schmerzen oder ein reaktiver Gelenkerguss möglich. Seltene Risiken und die individuelle Strahlenexposition erläutert Stefan Koenig im ärztlichen Gespräch.

Übernimmt die Krankenversicherung die Kosten?

Bei entsprechender medizinischer Indikation werden die Kosten von gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen übernommen.

RSO in Düsseldorf

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